Neues aus der Beratungsstelle

SKFvorOrt© im Wandel

Über 16 Jahre währt nun die Arbeit des SkFs in den katholischen Kirchengemeinden an. Im Durchschnitt 170 Mal im Jahr gibt es ein Frühstück in den sechs Außenstellen, zu dem zwischen 3500 und 4000 Menschen jährlich gekommen sind.

 

Für die Schwangeren in den Stadtteilen : ein verlässlicher Anlaufpunkt, um die oft massiven Probleme und Nöte zu besprechen und gemeinsam mit der SkF-Beraterin eine Lösung zu finden. Mit der Hebamme zu sprechen gehört genauso selbstverständlich dazu, wie an dem gemütlichen Frühstück teilzunehmen.

All dies, wollen wir den Frauen in den Stadtteilen gern weiterhin anbieten, aber es muss auch zu leisten sein, denn unsere eigentliche Aufgabe ist die Beratung von Schwangeren nach §-2 Schwangerschaftskonfliktgesetz.

Darum haben wir uns auf die Suche nach Unterstützung gemacht, denn Vernetzung ist das Zauberwort. Vorab wurden an einem Konzept-Tag im Sommer 2017 folgende Wegmarken durch das Team beschlossen:

  • Wir wollen im Stadtteil bleiben!
  • Wir wollen, wenn möglich in den Gemeinden bleiben!
  • Hebammenhilfe auf jeden Fall behalten!
  • Kooperationspartner für das Frühstück finden!
  • Ab 2018 kein von uns organisiertes Frühstück mehr!

 

An drei von sechs Orten haben wir nun schon feste Kooperationspartner gewinnen können, die nicht nur das Frühstück in den Gemeinden ausrichten, sondern für die ratsuchenden Frauen eine zusätzliche Unterstützung darstellen. Die „ Familienhelden e.V.“ z.B. ein Träger der Jugendhilfe, unterstützt uns in den Stadtteilen Tonndorf (St. Agnes) und Steilshoop (St. Johannis). Fortan haben die schwangeren Frauen die Möglichkeit mit den fachkundigen, kompetenten Kolleginnen (Dipl. Sozial-Pädagoginnen) Probleme zu besprechen, die außerhalb der Schwangerenberatung liegen. Die erfahrenen Sozialarbeiterinnen haben so die Möglichkeit den Familien rechtzeitig zur Seite zu stehen, bevor offizielle Wege beschritten werden müssen. Die Frauen, die zu uns kommen nehmen dieses zusätzliche Angebot gern an. In Harburg (St. Maria), haben wir die Gemeinde verlassen müssen. Dort hatten wir sehr, sehr viel zu tun- aber die räumlichen und hygienischen Bedingungen ließen eine weitere Arbeit der Kolleginnen im Gemeindehaus leider nicht zu. Nun berät eine Kollegin in der Elternschule Harburg und auch die Hebamme steht für Informationen zur Verfügung. Es finden nicht alle Familien den Weg in die neuen Räume und im Laufe des Jahres werden wir noch weitere Optionen prüfen. Anfahrtsweg und  Beratungszeit müssen ökonomisch sein, um unsere Arbeit „draußen“ unseren Geldgeber ( 80% HH ) gegenüber zu vertreten. In Neuallermöhe (Edith-Stein) hat die Gemeinde gemeinsam mit der KITA das Angebot auf den Weg gebracht. Zusätzlich ist eine Kollegin in dem - von der Gemeinde  unterhaltenen  - Flüchtlingsprojekt, als Schwangerenberaterin einmal monatlich vor Ort. In Neugraben (Heilig Kreuz) geht durch die engagierten Helferinnen dort, alles seinen Gang. “Vielen herzlichen Dank!“ an dieser Stelle. In Langenhorn (Heilige Familie), helfen z.Z. Integrationshelferinnen und wir haben Kontakt zu anderen Einrichtungen im Stadtteil aufgenommen.

In Bergedorf haben wir die Schwangerenberatungen des Caritasverbandes im Migrationszentrum übernommen, da der Caritasverband HH zum 01.01.2018 seine Schwangerenberatung komplett eingestellt hat.

So ist alles im Wandel - aber ein Wandel zum Guten für alle. Die schwangeren Frauen haben noch mehr Hilfsangebote und die Schwangerenberaterinnen des SkFs, haben Entlastung um sich ausschließlich auf ihre Kernaufgabe – die Beratung – zu konzentrieren.

Offen sein für hilfreiche Veränderungen - ohne die Werte und Ziele aus den Augen zu verlieren-ist hiermit ein Stück weit gelungen.

Susanne Germann-Behrens

Leiterin der Beratungsstelle für Frauen, Familien und Schwangere